Liebe Unterstützer:innen,
Wir danken für die große Spendenbereitschaft für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine in den vergangenen Wochen – die hohen Einnahmen im Dezember ermöglichen uns nun bewährte regelmäßige Hilfen, wie psychologische Beratungs- und Therapienagebote in Perejaslaw und Riwne für ein weiteres halbes Jahr fortzusetzen.
Außerdem haben wir über 23.000 Euro für humanitäre Hilfsgüter, Medikamente und finanzielle Hilfen für Überlebende in verschiedenen Regionen der Ukraine ausgegeben. Dieses Mal enthielten die Lebensmittelpakete auch kleine Besonderheiten wie Pralinen, Wurst und Fischkonserven für die Feiertage.

Psychologische Unterstützung für NS-Opfer
Wir freuen uns sehr, dass wir die regelmäßigen Angebote durch professionelle Psychologinnen in den Städten Riwne und Perejaslaw für ein weiteres halbes Jahr fortsetzen können. An zwei Terminen pro Monat werden therapeutische Angebote in Gruppen durchgeführt und für diejenigen, die nicht zu den Treffen kommen können, werden Hausbesuche organisiert. Für rund 60 mobile und 50 nicht-mobile NS-Überlebende.
Foto: Kostyantyn Chernichkin
„Ihr emotionaler Zustand verbessert sich, und sie gewinnen allmählich ihre Lebensfreude, ihre Neugierde und ihren Kommunikationswillen zurück. Sie fühlen sich durch das Angebot beachtet und unterstützt und haben Vertrauen in die jederzeitige moralische und psychologische Unterstützung, insbesondere in akuten Krisenmomenten.“
– Unsere Projektpartnerin Anelija Kowalska über die Wirkung des Angebots –
Wintervorräte aus dem eigenen Garten

Auf dem Foto (Rechts), unsere Partnerin Roslana Sandulenko
Von den im Frühjahr finanzierten Samen und Jungpflanzen haben viele Überlebende in den Dörfern eine reiche Ernte erhalten. Den ganzen Sommer lang hatten sie vielfältiges frisches Gemüse zu essen und einiges konnte eingemacht und für den Winter haltbar gemacht werden.
Die Selbstversorgung ist auch für die NS-Überlebenden im hohen Alter noch ein wichtiger Beitrag zur Sicherung ihrer Existenz und trotz der Anstrengung für ein erfülltes Leben.
(Foto: Kostyantyn Chernichkin)
Wir gratulieren!
Das ist Jewdokija Mykytiwna Tschornenka. Am 13. Dezember 2025 wurde sie 100 Jahre alt. Wir gratulieren aufs herzlichste!
Während des zweiten Weltkriegs wurde sie nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Dank Ihrer Spenden konnten wir sie mit Lebensmittelpaketen, Salbe und einer Notlampe versorgen.

Unsere Hilfe in Zahlen
Wir konnten bislang mit 1,1 Millionen Euro Spenden und Drittmittel über 8000 finanzielle Soforthilfen und Hilfsgüter für Überlebende der NS-Verfolgung bereitstellen. In über 110 Fällen konnten wir zusätzlich ihre Angehörigen und ukrainische Fachkolleg:innen aus Gedenkstätten, Museen und NS-Opferverbänden unterstützen.
200 Überlebende der NS-Verfolgung erhalten eine monatliche Patenschaft. So erreichen wir derzeit durchschnittlich 330 Überlebende pro Monat mit unserer Hilfe.
