
Liebe Unterstützer:innen,
herzlichen Dank für Ihre anhaltende Solidarität mit den Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine. Seit Anfang August haben wir über 21.000 Euro in die Regionen Rivne, Odesa, Zakarpatiia und nach Kijiw und Perejslaw überwiesen.
Unsere Partnerorganisationen vor Ort leisten dabei unentbehrliche Arbeit. Eine davon ist die gemeinnützige Organisation „Zentrum für öffentliche Forschung — ProInfo”, mit der wir bereits seit mehreren Jahren kooperieren. Wir dokumentieren in diesem Newsletter ein Schreiben ihres Vorsitzenden Wolodymyr Nakonechny. Wir erinnern außerdem an die vor 84 Jahren von den Deutschen begangenen Verbrechen in der Schlucht von Babyn Jar. Unsere Partner:innen von ARCA leisten wertvolle Arbeit leisten um das Gedächtnis an die dort ermordeten Rom:nja wachzuhalten.
Hilfe für Überlebende in der Region Lwiw
Durch unsere Kooperationspartner:innen vom „Zentrum für öffentliche Forschung — ProInfo” erhielten die Opfer des Nationalsozialismus, die in der Region Lwiw leben verschiedene Arten von Hilfe: Lebensmittel, Hygieneartikel und Geldzahlungen. Im Jahr 2025 erhielten 20 Schützlinge unserer Organisation Medikamente und Hygieneartikel.
Auf den Fotos ist Stefania Rudka, eine Einwohnerin der Stadt Kamianka-Buzka, zu sehen. In jungen Jahren wurde sie als Ostarbeiterin zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, und nach ihrer Rückkehr schickten die sowjetischen Behörden sie nach Sibirien. Erst Ende der 80er Jahre gelang es Stefania Rudka, in ihre Heimat Ukraine zurückzukehren. Im April feierte die Großmutter ihren 98. Geburtstag.
Stefania Rudka bedankt sich herzlich für die Hilfe, die sie in den letzten Jahren erhalten hat.
Gedenken an den Massenmord von Babyn Jar
Am 29. und 30.09.1941 erschossen deutsche Polizisten, SS-Männer, Wehrmachtsangehörige und einheimische Milizen in einer Schlucht nahe der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw über 33.000 Jüd:innen und Juden. Kinder, Frauen und Männer mussten ihr Gepäck abgeben, sich bis auf die Unterwäsche ausziehen und wurden anschließend per Genickschuss ermordet.
Die Deutschen nutzten den Ort in den folgenden Jahren weiter als Hinrichtungsstätte. Bis zu 100.000 Jüd:innen und Juden, Rom:nja, sowjetische Kriegsgefangene, ukrainische Nationalist:innen, Untergrundkämpfer:innen, Patient:innen psychiatrischer Anstalten und Angehörige vieler weiterer Gruppen fanden bis 1943 in der Schlucht von Babyn Jar den Tod.
Wir gedenken den Ermordeten von Babyn Jar, 1941 bis 1943

Unsere Hilfe in Zahlen
Wir konnten bislang mit 1.037.000 Euro Spenden und Drittmittel 7465 finanzielle Soforthilfen und Hilfsgüter für Überlebende der NS-Verfolgung bereitstellen.
In 1080 Fällen konnten wir zusätzlich ihre Angehörigen und ukrainische Fachkolleg:innen aus Gedenkstätten, Museen und NS-Opferverbänden unterstützen. 200 Überlebende der NS-Verfolgung erhalten eine monatliche Patenschaft.
Jede Spende zählt: Ihre Unterstützung hilft uns, diese wichtige Arbeit fortzusetzen und NS-Überlebenden in der Ukraine weiterhin zu helfen.
