Hil­fe für Über­le­ben­de in der Regi­on Lwiw — 74. Spendenbericht

Lie­be Unterstützer:innen,

herz­li­chen Dank für Ihre anhal­ten­de Soli­da­ri­tät mit den Über­le­ben­den der NS-Ver­fol­gung in der Ukrai­ne. Seit Anfang August haben wir über 21.000 Euro in die Regio­nen Riv­ne, Ode­sa, Zakar­pa­ti­ia und nach Kijiw und Pere­js­law über­wie­sen.

Unse­re Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen vor Ort leis­ten dabei unent­behr­li­che Arbeit. Eine davon ist die gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on „Zen­trum für öffent­li­che For­schung — Pro­In­fo, mit der wir bereits seit meh­re­ren Jah­ren koope­rie­ren. Wir doku­men­tie­ren in die­sem News­let­ter ein Schrei­ben ihres Vor­sit­zen­den Wolo­dym­yr Nakon­ech­ny. Wir erin­nern außer­dem an die vor 84 Jah­ren von den Deut­schen began­ge­nen Ver­bre­chen in der Schlucht von Babyn Jar. Unse­re Partner:innen von ARCA leis­ten wert­vol­le Arbeit leis­ten um das Gedächt­nis an die dort ermor­de­ten Rom:nja wachzuhalten. 

Hil­fe für Über­le­ben­de in der Regi­on Lwiw

Durch unse­re Kooperationspartner:innen vom „Zen­trum für öffent­li­che For­schung — Pro­In­fo” erhiel­ten die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus, die in der Regi­on Lwiw leben ver­schie­de­ne Arten von Hil­fe: Lebens­mit­tel, Hygie­ne­ar­ti­kel und Geld­zah­lun­gen. Im Jahr 2025 erhiel­ten 20 Schütz­lin­ge unse­rer Orga­ni­sa­ti­on Medi­ka­men­te und Hygie­ne­ar­ti­kel.

Auf den Fotos ist Ste­fa­nia Rud­ka, eine Ein­woh­ne­rin der Stadt Kami­an­ka-Buz­ka, zu sehen. In jun­gen Jah­ren wur­de sie als Ost­ar­bei­te­rin zur Zwangs­ar­beit nach Deutsch­land ver­schleppt, und nach ihrer Rück­kehr schick­ten die sowje­ti­schen Behör­den sie nach Sibi­ri­en. Erst Ende der 80er Jah­re gelang es Ste­fa­nia Rud­ka, in ihre Hei­mat Ukrai­ne zurück­zu­keh­ren. Im April fei­er­te die Groß­mutter ihren 98. Geburtstag.

Ste­fa­nia Rud­ka bedankt sich herz­lich für die Hil­fe, die sie in den letz­ten Jah­ren erhal­ten hat.

Geden­ken an den Mas­sen­mord von Babyn Jar 

Am 29. und 30.09.1941 erschos­sen deut­sche Poli­zis­ten, SS-Män­ner, Wehr­machts­an­ge­hö­ri­ge und ein­hei­mi­sche Mili­zen in einer Schlucht nahe der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kyjiw über 33.000 Jüd:innen und Juden. Kin­der, Frau­en und Män­ner muss­ten ihr Gepäck abge­ben, sich bis auf die Unter­wä­sche aus­zie­hen und wur­den anschlie­ßend per Genick­schuss ermor­det.

Die Deut­schen nutz­ten den Ort in den fol­gen­den Jah­ren wei­ter als Hin­rich­tungs­stät­te. Bis zu 100.000 Jüd:innen und Juden, Rom:nja, sowje­ti­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne, ukrai­ni­sche Nationalist:innen, Untergrundkämpfer:innen, Patient:innen psych­ia­tri­scher Anstal­ten und Ange­hö­ri­ge vie­ler wei­te­rer Grup­pen fan­den bis 1943 in der Schlucht von Babyn Jar den Tod.

Wir geden­ken den Ermor­de­ten von Babyn Jar, 1941 bis 1943

Unse­re Hil­fe in Zahlen

Wir konn­ten bis­lang mit 1.037.000 Euro Spenden und Dritt­mit­tel 7465 finan­zi­el­le Sofort­hil­fen und Hilfs­gü­ter für Über­le­ben­de der NS-Ver­fol­gung bereitstellen.

In 1080 Fäl­len konn­ten wir zusätz­lich ihre Ange­hö­ri­gen und ukrai­ni­sche Fachkolleg:innen aus Gedenk­stät­ten, Muse­en und NS-Opfer­ver­bän­den unter­stüt­zen. 200 Über­le­ben­de der NS-Ver­fol­gung erhal­ten eine monat­li­che Patenschaft.

Nach oben scrollen
Consent Management Platform von Real Cookie Banner